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Heilpflanzen

Heilpflanzen

Wie wirken Heilpflanzen?

Heilpflanzen werden zur Linderung oder Heilung krankhafter Beschwerden eingesetzt. Die Heilkraft mancher Pflanzen erkannte der Mensch durch die Beobachtung, dass Tiere im Krankheitsfall gezielt bestimmte Kräuter fressen.

Das Wissen um die Wirkung anderer Heilpflanzen verdanken wir der menschlichen Intuition. Dabei spielte die sogenannte Signaturen-Lehre eine wichtige Rolle: Aus Farbe, Form, Geschmack, Geruch, Wachstumszeit und Standort einer Pflanze wurde auf ihre Heilwirkung geschlossen. Ein Beispiel: Walnüsse sind gut für das Gehirn, weil sie in ihrer Form diesem ähneln.

Heilpflanzen für das Immunsystem

Neben gesunder Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft und ausreichend Schlaf können auch Heilpflanzen zu einem gesunden und starken Immunsystem beitragen. Vor allem der Sonnenhut (Echinacea) kann die Körperabwehr positiv beeinflussen. Ein solcher Eingriff in das Immunsystem wird Immunmodulation genannt. Neben Echinacea haben auch andere Heilpflanzen immunmodulatorische Fähigkeiten.
Ein geschwächtes Immunsystem kann die Folge verschiedener Erkrankungen sein. Heilpflanzen wie Echinacea oder Lindenblüten können dann helfen, das Immunsystem wieder auf Trab zu bringen. Das unterstützt den Heilungsprozess.

Die bekanntesten Heilpflanzen für das Immunsystem

  • Echinacea (Sonnenhut) - wird bei Atemwegs- und Harnwegsinfekten sowie Wunden angewendet.
  • Kapland-Pelargonie (Pelargonium sidoides) aus Südafrika - hilft bei Atemwegsinfektionen wie Bronchitis.
  • Lindenblütentee - hilft vor allem bei Erkältungen: Er wirkt schweißtreibend, auswurffördernd und reizlindernd.
  • Taigawurzel (Sibirischer Ginseng) - kann Müdigkeit, Leistungsschwäche und Konzentrationsprobleme lindern.
  • Holunder-Blüten - anerkanntes schweisstreibendes Mittel bei Erkältungen.
  • Rosenwurz - soll die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit steigern und bei Burn-out und Depression helfen.

Heilpflanzen für magen und Darm

Pflanzliche Mittel bieten eine sanfte Hilfe gegen verschiedene Magen-Darm-Beschwerden. So wird etwa Anis-Fenchel-Kümmel-Tee gegen Blähungen und Eichenrinden-Tee bei Durchfall empfohlen. Daneben gibt es noch viele weitere Heilpflanzen, die sich bei Verdauungsproblemen eignen. Erfahren Sie hier mehr über pflanzliche Mittel gegen Verstopfung & Co. und wie sie im Verdauungstrakt ihre Wirkung entfalten.
Magen-Darm-Probleme wie Blähungen, Durchfall und Verstopfung sind unangenehm, haben aber meist keine ernste Ursache. Neben chemischen Arzneimitteln aus der Apotheke können auch Heilpflanzen und pflanzliche Medikamente die Beschwerden lindern – angefangen von Aloe (gegen Durchfall) bis hin zu Zimt (bei leichten Magen-Darm-Krämpfen, Völlegefühl und Blähungen). Darüber hinaus können Heilpflanzen auch vorbeugend gegen Magen-Darm-Beschwerden wirken.

Die bekanntesten Heilpflanzen für Magen und Darm

  • Pfefferminze - hilft etwa gegen Magen-Darm-Krämpfe, Kopf-, Nerven- und Muskelschmerzen.
  • Anis - entfaltet eine Heilwirkung bei Katarrhen der Atemwege und Verdauungsbeschwerden wie Blähungen.
  • Fenchel - hilft bei Magen-Darm-Beschwerden, aber auch bei Entzündungen der oberen Luftwege.
  • Kümmel - gilt als eine der wirksamsten Heilpflanzen Blähungen und anderen Verdauungsproblemen.
  • Blutwurz - wird bei Durchfall sowie Entzündung in Mund und Rachen angewendet.

  • Bockshornklee - regt den Appetit an, senkt den Blutzucker und das Cholesterin.
  • Artischocken - helfen bei Magen-Darm-Beschwerden und hohem Cholesterin.
  • Rinde der Eiche - wirkt bei Durchfall und entzündlichen Hauterkrankungen.
  • Enzian-Wurzel - wirkt appetitanregend und hilft bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl.
  • Boldoblätter - wirken krampflösend, regen die Gallenproduktion und erhöhen die Abgabe von Magensaft.
  • Aloe vera - hilft gegen Verstopfung und soll die Wundheilung unterstützen.
  • Flohsamen und Flohsamenschalen - helfen sowohl bei Verstopfung als auch bei Durchfall.
  • Faulbaum-Rinde - wird als Abführmittel bei gelegentlicher Verstopfung angewendet.
  • Gänsefingerkraut - hilft bei leichtem Durchfall, Regelschmerzen und Entzündungen im Mund- und Rachenraum.
  • Hamamelis - wird vor allem bei Hämorrhoiden, Hautentzündungen und Durchfall eingesetzt.
  • Frauenmantel - hilft bei Durchfall und anderen Magen-Darm-Beschwerden. Auch bei Frauenleiden wird er eingesetzt.
  • Ingwer - hilft bei Verdauungsbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen, etwa als Ingwertee.
  • Knoblauch (Allium sativum) - beugt Arterienverkalkung vor und hilft gegen erhöhte Blutfettwerte wie Cholesterin.
  • Heidelbeeren - helfen bei Durchfall und leichten Entzündungen der Mundschleimhaut.
  • Lavendel (Lavandula angustifolia) - wird gegen Unruhe, Angst, Schlafstörungen und Verdauungsprobleme eingesetzt.
  • Leinsamen - eignen sich gut zur Behandlung von Verstopfung und Reizdarm.
  • Kurkuma (Gelbwurz) - fördert den Gallenfluss und hilft bei Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl und Blähungen.
  • Mariendistel - wirkt leberschützend und wird zur Behandlung verschiedenster Leberschäden eingesetzt.
  • Melisse - hilft bei leichten Stresssymptomen, Schlafproblemen und leichten Magen-Darm-Krämpfen.
  • Löwenzahn - hilft bei Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit und Harnwegsproblemen.
  • Rhabarber-Arten - werden bei Verstopfung und Wechseljahresbeschwerden angewendet.
  • Rosmarin - kann bei Kreislauf- und Rheumabeschwerden sowie Verdauungsproblemen heilsam wirken.
  • Japanische Minze - liefert das Minzöl, das etwa bei Blähungen, Atemwegsentzündungen, Muskel- und Nervenschmerzen hilft.

Heilpflanzen für Atemwege und Infekte

Verschiedene Heilpflanzen können bei Erkältung, Bronchitis und anderen Atemwegserkrankungen die Beschwerden lindern. So hilft etwa Spitzwegerich-Tee gegen Husten ohne Auswurf (trockener Reizhusten) und Lindenblüten-Tee bei beginnendem Fieber. Außerdem kennt die Naturmedizin pflanzliche Mittel zur Stärkung des Immunsystems, darunter vor allem Präparate mit Echinacea (Sonnenhut). Lesen Sie hier mehr über wirksame Heilpflanzen für Atemwege und Immunsystem.

Die bekanntesten Heilpflanzen für Atemwege und Infekte

  • Südafrikanische Kapland-Pelargonie (Pelargonium sidoides)hilft bei Atemwegsinfektionen wie Bronchitis.
  • Die Blätter der Schwarzen Johannisbeere - helfen bei Harnwegs- und Rheumabeschwerden.
  • Süssholz ist ein probates Heilmittel bei Magengeschwür, Gastritis und Atemwegskatarrhen.
  • Anis - entfaltet eine Heilwirkung bei Katarrhen der Atemwege und Verdauungsbeschwerden wie Blähungen.
  • Efeu - unterstützt die Behandlung von Bronchitis und anderen Atemwegserkrankungen.
  • Das ätherische Eukalyptus-Öl - kann bei Atemwegserkrankungen und rheumatischen Beschwerden helfen.
  • Eibisch - lindert trockenen Reizhusten sowie Entzündungen in Mund, Rachen und Magen.
  • Das ätherische Öl der Fichte - wird bei Erkältungen, rheumatischen Beschwerden und Nervenschmerzen angewendet.
  • Holunder-Blüten - sind ein anerkanntes schweißtreibendes Mittel bei Erkältungen.
  • Das ätherische Öl der Kiefer - hilft bei entzündeten Atemwegen, Muskel- und Nervenschmerzen.

  • Latschenkiefer - wirkt lindernd bei Entzündungen der Atemwege, rheumatischen Beschwerden und Nervenschmerzen.
  • Lindenblütentee - hilft vor allem bei Erkältungen: Er wirkt schweißtreibend, auswurffördernd und reizlindernd.
  • Japanische Minze - liefert das Minzöl, das etwa bei Blähungen, Atemwegsentzündungen, Muskel- und Nervenschmerzen hilft.
  • Primel (Schlüsselblume) - fördert Schleimbildung und Abhusten. Sie hilft daher bei Atemwegskatarrhen.
  • Spitzwegerich - hilft bei Atemwegskatarrhen und Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut.
  • Brombeerblättertee - hilft gegen leichten Durchfall und Entzündung in Mund und Rachen.
  • Gemahlene Senfkörner verarbeitet zu einem Senfmehl-Fußbad oder einem Senfwickel
  • Zwiebelsirup, Zwiebelsocken, Zwiebel gegen Insektenstiche: Die Volksmedizin nutzt die Küchenzwiebel in vielfältiger Weise.
  • Die Volksmedizin behandelt mit Himbeerblättertee Durchfall, Regelschmerzen sowie Entzündungen in Mund und Rachen.